« Alle Provider im Vergleich
« Bewertungsübersicht von Versatel
← vorheriger Bericht | Versatel | nächster Bericht →
Bericht von Wattwurm, über "DSL 6.000 (6144/512)", am 28.03.2010 um 12:45 Uhr:
So kann es bleiben!
Moin moin!
Hier mal wieder der Stand der Dinge bei unserem DSL6000 Anschluss von Versatel:
- Geschwindigkeit: ziemlich konstant 5700 kbit/s DS /520 kbit/s US (zu Stosszeiten gelegentlich auch weniger)
- Ping: je nach Server >= 19 ms
- Verfügbarkeit: Keine Ausfälle in 2010 bislang
- Kundenservice: Im Berichtszeitraum nicht benötigt, sonst in Vertragsangelegenheiten o.k., technisch naja...
- Preis/Leistung: gut (Tarif MaxiBasic6000, 30 Euro im Monat)
Werte ermittelt mit speedtest.net (Host Norderstedt)
Der nächste Hauptverteiler befindet sich 2km LL entfernt.
Schade, dass anscheinend so viele Probleme mit ihrem Anschluss haben.
Hatte selbst lange mit Abbrüchen zu kämpfen, Telefon zickte auch ab und zu.
(Meinen Unmut darüber habe ich auch gut und reichlich hier kundgetan).
Die Probleme mit dem Internetzugang liessen sich durch Tausch des AR860E Modems
gegen ein D-Link DSL-321B lösen (Preis ca. 40 Euro).
Selten gibt es zwar noch Reconnects ausserhalb der täglichen Zwangstrennung,
aber die fallen nicht weiter auf, da das DSL-321B automatisch reconnectet.
Downloadabbrüche haben wir aber bisher (sogar mit dem Originalmodem) noch nie gehabt.
Allen, die Schwierigkeiten mit dem Anschluss haben, rate ich, versuchsweise mal
ein besseres Modem anzuschliessen. Die beliebte FritzBox wird aber vermutlich
nichts bringen, da deren Modemteil den gleichen Chipsatz benutzt wie das AR860.
An grenzwertigen Leitungen, also dort, wo der Signal/Rauschabstand niedrig ist
oder stark schwankt, haben Modems mit Broadcom Chipsätzen (BCM6348 o.ä.) meist
eine bessere Performance. Das lässt sich in vielen Foren nachlesen.
Noch ein Tipp: Mit den DNS-Servern von Versatel war ich nicht sehr zufrieden.
Wir benutzen nur noch die OpenDNS Server (z.B. IP 208.67.222.222). Auch dazu
gibt es im Web genügend Infos. Inwieweit diese Server Daten über das Benutzer-
verhalten sammeln, weiss ich nicht, aber wer nichts zu verbergen hat, sollte
sie bedenkenlos nutzen können.
Auch hier nochmal der Hinweis: Zu niedrige Messwerte beim Speedtest haben ihre
Ursache oft in schlechte Konfiguration des PC. Abhilfe ist meist schon durch Einsatz
einer kostenlosen Optimierungs-Software wie dem TCPOptimizer oder T-DSL Speedmanager
möglich. Die Netzwerkkarte sollte selbstverständlich 100Mbit/s können und auch
darauf eingestellt sein.
Auch die Hausverkabelung sollte so ausgelegt sein, dass sich NTBA/Splitter und
Modem möglichst nah an der (hoffentlich einzigen und intakten) TAE-Dose befinden.
Die Verbindung vom Modem zum Router bzw. PC darf dafür ruhig etwas länger sein.
Noch etwas: Wer WLAN benutzt und Geschwindigkeitseinbussen bzw.. -schwankungen
hat, sollte den Rechner mal testweise über ein Netzwerkkabel anschliessen. Sind
die Werte dann gut, kann eine Standortwechsel der WLAN-Routers mitunter schon
Wunder wirken.
Im Übrigen gibt es im Forum hier wertvolle Tipps und Anleitungen von Jason
und vielen anderen zum Umgang mit Speedproblemen. Es kann auch nicht schaden,
bei Problemen mal im Forum zu posten, nach der Devise: Vier Augen sehen mehr
als zwei (wenn auch Ferndiagnosen immer problematisch sind).
Allen, die einen Providerwechsel planen, sei gesagt: In der Regel hängt ihr
dann über die gleiche Leitung am gleichen Verteiler und werdet die Schwierig-
keiten nicht los. Die Telefonleitungen sind an vielen Standorten durch die
zunehmende Verbreitung von DSL überlastet (gegenseitige Beeinflussungen der
Doppeladern). Deshalb kann nur der Wechsel auf eine andere Technologie, sofern
verfügbar, wirklich helfen. Alternativen wären:
VDSL, Glasfaser-Anbieter, Kabelnetz-Betreiber.
(Bei den TV-Kabelnetzen kann es aber, je nach Standort ebenfalls Engpässe
geben!)
Man kann nur hoffen, dass sich die Glasfasertechnik schnell verbreitet,
weil nur sie das Bandbreitenpotenzial auch für die Zukunft besitzt.
Deutschland hinkt hier im europäischen Vergleich leider stark hinterher.
Fazit: Wie jeder andere ISP auch, hat Versatel Stärken und Schwächen. Gut ist
vor allem, dass man echtes ISDN und damit hochwertige Telefonie zu einem guten
Preis bekommt und versucht wird, die höchstmögliche Geschwindigkeit zu liefern.
Schlecht ist, dass bei technischen Problemen der Service an der Hotline in der
Regel überfordert ist. Den negativen Gesamteindruck, den dieser Thread vermittelt,
können wir aber nur bedingt nachvollziehen.
Meine Familie und ich werden jedenfalls, wenn sich nichts gravierendes zum
Schlechten ändern sollte, bei Versatel bleiben.
Danke fürs Lesen und schon jetzt Frohe Ostern!
Geschwindigkeit:
|
Verfügbarkeit:
|
Kundenservice:
|
Preis-/Leistung:
Moin moin!
Hier mal wieder der Stand der Dinge bei unserem DSL6000 Anschluss von Versatel:
- Geschwindigkeit: ziemlich konstant 5700 kbit/s DS /520 kbit/s US (zu Stosszeiten gelegentlich auch weniger)
- Ping: je nach Server >= 19 ms
- Verfügbarkeit: Keine Ausfälle in 2010 bislang
- Kundenservice: Im Berichtszeitraum nicht benötigt, sonst in Vertragsangelegenheiten o.k., technisch naja...
- Preis/Leistung: gut (Tarif MaxiBasic6000, 30 Euro im Monat)
Werte ermittelt mit speedtest.net (Host Norderstedt)
Der nächste Hauptverteiler befindet sich 2km LL entfernt.
Schade, dass anscheinend so viele Probleme mit ihrem Anschluss haben.
Hatte selbst lange mit Abbrüchen zu kämpfen, Telefon zickte auch ab und zu.
(Meinen Unmut darüber habe ich auch gut und reichlich hier kundgetan).
Die Probleme mit dem Internetzugang liessen sich durch Tausch des AR860E Modems
gegen ein D-Link DSL-321B lösen (Preis ca. 40 Euro).
Selten gibt es zwar noch Reconnects ausserhalb der täglichen Zwangstrennung,
aber die fallen nicht weiter auf, da das DSL-321B automatisch reconnectet.
Downloadabbrüche haben wir aber bisher (sogar mit dem Originalmodem) noch nie gehabt.
Allen, die Schwierigkeiten mit dem Anschluss haben, rate ich, versuchsweise mal
ein besseres Modem anzuschliessen. Die beliebte FritzBox wird aber vermutlich
nichts bringen, da deren Modemteil den gleichen Chipsatz benutzt wie das AR860.
An grenzwertigen Leitungen, also dort, wo der Signal/Rauschabstand niedrig ist
oder stark schwankt, haben Modems mit Broadcom Chipsätzen (BCM6348 o.ä.) meist
eine bessere Performance. Das lässt sich in vielen Foren nachlesen.
Noch ein Tipp: Mit den DNS-Servern von Versatel war ich nicht sehr zufrieden.
Wir benutzen nur noch die OpenDNS Server (z.B. IP 208.67.222.222). Auch dazu
gibt es im Web genügend Infos. Inwieweit diese Server Daten über das Benutzer-
verhalten sammeln, weiss ich nicht, aber wer nichts zu verbergen hat, sollte
sie bedenkenlos nutzen können.
Auch hier nochmal der Hinweis: Zu niedrige Messwerte beim Speedtest haben ihre
Ursache oft in schlechte Konfiguration des PC. Abhilfe ist meist schon durch Einsatz
einer kostenlosen Optimierungs-Software wie dem TCPOptimizer oder T-DSL Speedmanager
möglich. Die Netzwerkkarte sollte selbstverständlich 100Mbit/s können und auch
darauf eingestellt sein.
Auch die Hausverkabelung sollte so ausgelegt sein, dass sich NTBA/Splitter und
Modem möglichst nah an der (hoffentlich einzigen und intakten) TAE-Dose befinden.
Die Verbindung vom Modem zum Router bzw. PC darf dafür ruhig etwas länger sein.
Noch etwas: Wer WLAN benutzt und Geschwindigkeitseinbussen bzw.. -schwankungen
hat, sollte den Rechner mal testweise über ein Netzwerkkabel anschliessen. Sind
die Werte dann gut, kann eine Standortwechsel der WLAN-Routers mitunter schon
Wunder wirken.
Im Übrigen gibt es im Forum hier wertvolle Tipps und Anleitungen von Jason
und vielen anderen zum Umgang mit Speedproblemen. Es kann auch nicht schaden,
bei Problemen mal im Forum zu posten, nach der Devise: Vier Augen sehen mehr
als zwei (wenn auch Ferndiagnosen immer problematisch sind).
Allen, die einen Providerwechsel planen, sei gesagt: In der Regel hängt ihr
dann über die gleiche Leitung am gleichen Verteiler und werdet die Schwierig-
keiten nicht los. Die Telefonleitungen sind an vielen Standorten durch die
zunehmende Verbreitung von DSL überlastet (gegenseitige Beeinflussungen der
Doppeladern). Deshalb kann nur der Wechsel auf eine andere Technologie, sofern
verfügbar, wirklich helfen. Alternativen wären:
VDSL, Glasfaser-Anbieter, Kabelnetz-Betreiber.
(Bei den TV-Kabelnetzen kann es aber, je nach Standort ebenfalls Engpässe
geben!)
Man kann nur hoffen, dass sich die Glasfasertechnik schnell verbreitet,
weil nur sie das Bandbreitenpotenzial auch für die Zukunft besitzt.
Deutschland hinkt hier im europäischen Vergleich leider stark hinterher.
Fazit: Wie jeder andere ISP auch, hat Versatel Stärken und Schwächen. Gut ist
vor allem, dass man echtes ISDN und damit hochwertige Telefonie zu einem guten
Preis bekommt und versucht wird, die höchstmögliche Geschwindigkeit zu liefern.
Schlecht ist, dass bei technischen Problemen der Service an der Hotline in der
Regel überfordert ist. Den negativen Gesamteindruck, den dieser Thread vermittelt,
können wir aber nur bedingt nachvollziehen.
Meine Familie und ich werden jedenfalls, wenn sich nichts gravierendes zum
Schlechten ändern sollte, bei Versatel bleiben.
Danke fürs Lesen und schon jetzt Frohe Ostern!
Geschwindigkeit:
← vorheriger Bericht | Versatel | nächster Bericht →
17 von 37 Benutzern fanden diesen Bericht hilfreich.
War dieser Bericht für Sie hilfreich?
JA
NEIN
(Bericht unzumutbar?)
Zu diesem Bericht wurden bisher 4 Kommentare abgegeben:
Kommentar von Drozella am 28.03.2010 um 16:13 Uhr:
So ein echter Wattwurm steckt seinen Kopf eben nicht einfach in den Sand! Danke für den Bericht!
So ein echter Wattwurm steckt seinen Kopf eben nicht einfach in den Sand! Danke für den Bericht!
Kommentar von Gentoo am 29.03.2010 um 19:25 Uhr:
Hallo Wattwurm. Du bist auch nicht tot zu kriegen. Mit Deinen vielen sehr gut gemeinten Tips kann ich leider nichts anfangen.Bin bei KabelBW(CK25) und sehr zufrieden. Frohe Ostern für Dich u. Familie!
Hallo Wattwurm. Du bist auch nicht tot zu kriegen. Mit Deinen vielen sehr gut gemeinten Tips kann ich leider nichts anfangen.Bin bei KabelBW(CK25) und sehr zufrieden. Frohe Ostern für Dich u. Familie!
Kommentar von VERSA am 29.03.2010 um 19:28 Uhr:
Vielen Dank für den sehr aufschlussreichen und hilfreichen Bericht! Gern kannst Du Verbesserungsvorschläge zum DNS-Server im VersaLab anregen, wir sind für gute Ideen von guten Leuten immer dankbar!
Vielen Dank für den sehr aufschlussreichen und hilfreichen Bericht! Gern kannst Du Verbesserungsvorschläge zum DNS-Server im VersaLab anregen, wir sind für gute Ideen von guten Leuten immer dankbar!
Kommentar von Versatelkritiker am 11.04.2010 um 19:23 Uhr:
Ja, der Wattwurm ist schon ein Guter. Aber wehe er äußert Kritik.
Ja, der Wattwurm ist schon ein Guter. Aber wehe er äußert Kritik.
Schreiben Sie einen Kommentar zu dem Bericht von Wattwurm
