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von , über "primaplus L (3.072/256)" von primacom , am um 04:08 Uhr

Primacom + und -, eine echte Alternative?

Ich bin vor Kurzem vom rosa Riesen zu Primacom umgestiegen. Schonmal vorneweg: Allein der Laden, in dem man sich registrieren musste, hatte eine so billige Aufmachung und so schlecht ausgebildetes Personal, dass ich den Braten hätte riechen müssen.

Aber weil jemand im Haushalt unbedingt Kabelfernsehen wollte und gleich dazu Internet, wurde Primacom zähneknirchend genommen. Außerdem war ja der niedrige Preis ein indikator und Pluspunkt.

Als erstes funktionierte das Kabelfernsehen. Ich weiß nicht, ob Kabel-TV normalerweise gestochen scharfe Bilder bieten soll, wie man es in digitalen Zeiten kennt, aber das Fernsehbild überzeugte nur auf dem kleinen TV meiner Mutter. Bei meinem eigenen Plasma TV mit entsprechender Diagonale wirkte es trist und das Bildrauschen wies nur auf Analogqualität hin.

Na gut, die Satellitenschüssel sollte bald angebracht sein, dann war ich diesen Fluch schon einmal los.
Nun noch das Internet. Der Anschluss war auch etwas gewöhnungsbedürftig, da man nur ein Modem, ein paar Kabel und einen Adapter bekam. Also ging ein normales Antennenkabel vom Verteiler/Adapter in das Modem und von da wahlweise USB/LAN in den PC. Man könnte wahlweise auch noch ein Telefon anschließen. Primacom versprach mir in der alles andere als zufriedenstellenden Betriebsanleitung, die man sich als beidseitig besrucktes Kunststoffblatt vorstellen muss, einen sofortigen Internetzugang ohne Zusatzsoftware, obwohl eine Zusatz-CD beigelegt war. Unlogisch, ist aber so!
Man hielt Wort, ich musste nur den Browser starten und los ging es. Sehr fein. Allerdings fragte ich mich, was aus den Internetkonfgurationen im Router wurde? Die Antwort: Sie sind unmöglich!

Man kann zwar auf eine Infoseite des Modems zugreifen, aber da keinerlei Einstellungen vornehmen. Was mich sehr verärgert, ist die Tatsache, dass ohne Hilfsmittel, die sich in der gesetzlichen Grauzone befinden und deshalb von mir gemieden werden, keinerlei Möglichkeiten eines IP-Reconnects bieten. Zudem wurde mein Norton unwirksam, das scheinbar eine Telekom-Verbindung braucht.


Mein Fazit: Kaum zu glauben, dass ich es sage, aber ich wünsche mir die T-DSL zurück! Das Gesamtprodukt ist von der Präsentation übers Produktdesign bis hin zu den technischen Details einfach nur oberflächlich und entspricht meinen Ansprüchen damit NICHT!
Für den einfachen Verbraucher, der nur mal bei ebay einkaufen will, ein wenig chattet und seine E-Mails abruft und sich dabei auch noch mit den gängigsten TV-Sendern in Analogqualität zufrieden gibt, ist Primacom sicher eine nette Lösung. Doch für jemanden mit erweiterten Ansprüchen ist und bleibt es Billigkram, der die Internetkapazitäten unnütz belegt.

Ein kleines Beispiel zur Verdeutlichung: Ich hatte vorher mein Unwesen mit dem Modell Speedport der Telekom. Täglich habe ich über dieses Teil geschimpft und ihm oft angedroht, sein Leben mit einem Sturz aus dem Fenster dramatisch zu verkürzen, aber in so manch einsamer Nacht wie dieser, wenn ich das nervige Geblinke der hässlichen Motorola-Box sehe, wünsche ich mir Speedy still und heimlich doch zurück!
Allgemein
Geschwindigkeit
Verfügbarkeit
Kundenservice
Preis-/Leistung

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Zu diesem Bericht wurden bisher 1 Kommentar abgegeben

Kommentar von -GvS- (-GvS-) 03.04.2008 um 09:24 Uhr
Ich kann mich dem nur anschliessen, ein Problem mit Primacom? - dann eine 0180-Nr. anrufen. Die könnena ber nicht mal die Kto.Nr. ändern, brauchen dafür ein Fax -wieder eine 0180-Nr.

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