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Sicher surfen: VPN-Software im Test

Unterwegs E-Mails verschicken und empfangen, online shoppen oder sich die Lieblingsserie streamen: Längst surfen wir überall und jederzeit im Internet und hinterlassen dabei virtuelle Spuren. Dass diese Spuren oftmals mitgelesen und weiterverwertet werden, ist zunehmend im Bewusstsein und wird kritisch hinterfragt. Wenn Sie anonym surfen möchten, finden Sie mit einer VPN-Software ein Programm, mit dem Sie Ihre IP-Adresse verbergen bzw. anonymisieren können. Im großen VPN-Test haben wir sieben Anbieter miteinander verglichen und u. a. in Sachen Geschwindigkeit, Sicherheit und Bedienkomfort bewertet. Außerdem erfahren Sie, was VPN überhaupt ist, wie anonym Sie tatsächlich über VPN surfen und weiteres Wissenswertes zum Thema.

VPN-Test: Sieben Anbieter im Vergleich

Im Test haben wir sieben Anbieter Virtueller Privater Netzwerke (VPN) im Detail ausprobiert und bewertet. Grundsätzlich stehen Clients für nahezu alle gängigen Geräte und System zur Verfügung: Surfen Sie über einen Computer oder Mac, unter Windows 7 oder 10, OS X oder iOS, mit einem iPad, iPhone oder Android-Smartphone über Firefox, dem Internet Explorer, Opera oder einem anderen Browser sicher und anonym. Einige der VPN-Anbieter erlauben auch die Anbindung Ihres Smart-TVs. Im VPN-Test haben wir uns dabei auf bezahlpflichtige Clients konzentriert – es gibt zwar auch kostenlose VPN-Tools, diese bieten meist aber nur begrenzt Schutz.

Die besten VPN-Anbieter im Schnell-Check


NordVPN

Platz 1: NordVPN Fast & Unlimited ist Testsieger

Bestnoten in nahezu allen getesteten Bereichen und auf allen Geräten erhält der Client von NordVPN. Einrichtung und Bedienung gehen leicht und bequem von der Hand, die Bezahlung erfolgt auf Wunsch anonym per Kryptowährung und Aufruf und Aufbau von Websites aller Art gehen im Test fast genauso schnell wie beim Surfen ohne VPN-Tunnel. Das ist sicherlich auch den über 5.000 Servern an mehr als 60 Standorten zu verdanken. In Punkto Sicherheit gehört NordVPN ebenfalls zu den besten VPN-Anbietern.

Zum Angebot: NordVPN

Platz 2: HideMyAss VPN Proxy & Wifi Security

Auch der zweitplatzierte Anbieter im VPN-Vergleich weiß mit einer schnellen Verbindung und hohem Bedienkomfort zu punkten. Eine kleine Schwachstelle, die sich auch bei anderen Anbietern im Test offenbart, ist die unverschlüsselte Übertragung von Metadaten – wirklich schlimm ist das nicht, gibt aber Abzüge in der B-Note. Auch bei den Zusatzfunktionen und der fehlenden anonymen Zahlungsart bleibt HideMyAss hinter dem Testsieger NordVPN zurück.

Zum Angebot: HideMyAss

Platz 3: Perfect Privacy VPN

Der Schweizer Anbieter Perfect Privacy bietet einen sehr guten, aber auch sehr teuren VPN-Client für alle gängigen Systeme und Geräte an. Als einziger Kandidat im Test sprengt Perfect Privacy die 100 Euro Grenze bei den Kosten für ein Jahresabo. Dafür erhalten Sie einen VPN-Client, der sich in Punkte Sicherheit tadellos gibt, eine schnelle (aber nicht die schnellste) Verbindung ermöglicht und sich kinderleicht bedienen lässt.

Zum Angebot: Perfect Privacy

Platz 4: Avast Secureline VPN

Nichts Besonderes, aber auch nichts zu meckern: Der VPN-Dienst Avast Secureline VPN ist ein klassischer mittelplatzierter Testkandidat. Die Verbindung ist sicher und immer noch relativ schnell, bleibt tempomäßig meist aber hinter den besten VPN-Anbietern etwas zurück. Streaming-Fans können sich über eine breite Unterstützung verschiedener Anbieter freuen. Allerdings: Es gibt weder eine anonyme Bezahlmethode noch umfangreiche Zusatzfunktionen. Letzteres macht sich vor allem bei der Bedienung auf mobilen Geräten negativ bemerkbar.

Zum Angebot: Avast Secureline

Platz 5: CyberGhost VPN

Das Urgestein unter den besten VPN-Anbietern punktet mit einer sehr großen Anzahl an Servern und Standorten und einer vorbildlichen Auswahl an vorhanden Sicherheitsprotokollen. Auch in Sachen verschiedenster Bezahlmethoden und unterstützter Streaming-Anbieter macht kaum ein anderer Anbieter CyberGhost VPN etwas vor. Und dennoch reicht es nur für einen Platz im hinteren Mittelfeld beim großen VPN-Test. Hauptsächlicher Grund dafür ist die sehr langsame Verbindung beim Surfen.

Zum Angebot: Cyberghost

Platz 6: Avira Phantom VPN Pro

Aus dem Hause Avira kommt ein solider VPN-Client, der (zumindest bei deutschen Websites) ausreichend schnelles Surfen erlaubt und sich, abgesehen von Lücken bei der Übertragung von Metadaten, in Sachen Sicherheit tadellos zeigt. Leider fehlt eine anonyme Bezahlmethode und die Bedienung ist schon am Desktop-PC teilweise umständlich, am Smartphone geht der Komfort dann komplett verloren.

Zum Angebot: Avira Phantom VPN

Platz 7: Bitdefender Premium VPN ist Preis-Leistungs-Sieger

Der letzte Platz im großen VPN-Vergleich ist trotz einiger Schwächen ein Sieger: der Preis-Leistungs-Sieger. Mit 29,99 Euro kostet Bitdefender Premium VPN nicht einmal die Hälfte von dem, was der Testsieger NordVPN kostet. Zwar ist die Verbindung oftmals eher langsam, die Bedienung nicht immer komfortabel und auf ausgefallene Zusatzfunktionen und Bezahlmethoden müssen Sie hier ebenfalls verzichten. Seinen Hauptjob – sicheres und anonymes Surfen zu ermöglichen – führt Bitdefender VPN aber tadellos aus.

Zum Angebot: Bitdefender Premium

Schnell uns sicher surfen: Die Testkriterien

Tipp: Bei den besten VPN-Anbietern gibt es eine kostenlose Testphase innerhalb derer Sie den Client auf Herz und Nieren prüfen können. Wer sich die individuelle Testphase sparen bzw. abkürzen möchte, findet in unserem ausführlichen VPN-Test eine Entscheidungshilfe. In folgenden Punkten haben wir NordVPN und andere Anbieter miteinander verglichen:

  • Leistung und Geschwindigkeit: Oftmals wird VPN-Verbindungen nachgesagt, dass sie das Surfvergnügen in Sachen Geschwindigkeit deutlich reduzieren. Bei den Testsiegern ist das anders. Diese überzeugen mit kurzen Reaktionszeiten und bauen Webseiten im sicheren Browser rasend schnell auf - egal, ob Sie am iPad oder am Windows-Computer surfen. Entscheidend für eine leistungsfähige Verbindung, egal wo Sie sich gerade aufhalten, ist auch eine möglichst große Anzahl an Servern in unterschiedlichen Ländern.
  • Unterstützung von Streaming-Diensten: Auch und gerade beim Abruf von Streaming-Inhalten ist eine stabile Geschwindigkeit sehr gefragt. Viele der VPN-Programme im Test unterstützen ausgewählte Plattformen, wie Sky, Netflix, YouTube oder Spotify. Haben Sie hier Präferenzen, sollten Sie vor dem Abschluss eines kostenpflichtigen Abos genau hinschauen, ob Ihr Streaming-Anbieter von dem VPN-Client Ihrer Wahl unterstützt wird. Der Testsieger NordVPN unterstützt beispielsweise nicht den Anbieter Sky.
  • Sicherheit: Damit Sie tatsächlich komplett sicher surfen, sind die Daten im Idealfall bei der Übertragung voll verschlüsselt. Einige der Testkandidaten zeigen hier kleine Schwächen, indem Sie beispielsweise Metadaten nicht entsprechend schützen. Ob und welche Spuren Sie bei einer VPN-Verbindung ohnehin im Netz hinterlassen, erfahren Sie in der detaillierten Erklärung zum Thema VPN weiter unten im Text.
  • Zahlungsmöglichkeiten: In der Regel haben Sie bei allen VPN-Programmen im Test die Wahl zwischen allen gängigen Bezahlwegen – etwa verschiedene Kreditkarten, PayPal und die Sofortüberweisung. Die besten VPN-Anbieter im Test setzen außerdem auch beim Bezahlen auf volle Anonymität und bieten die Zahlweise Kryptowährung (zum Beispiel mit Bitcoins) an.
  • Bedienung: Um Inkognito surfen zu können zwar nicht entscheidend und dennoch gerade für Einsteiger wichtig, ist die einfache Bedienung eines VPN-Clients. In der Regel werden Sie durch das Hinzufügen von Geräten, das Einrichten und Konfigurieren Schritt für Schritt geführt. Erklärungen und nützliche Hinweise finden Sie oftmals entweder auf der Website des VPN-Anbieters oder direkt innerhalb des Clients.

Die besten Anbieter im VPN-Test kosten knapp über 70 Euro im Jahr – eine lohnende Investition, um anonym zu surfen. In der Bestenliste finden Sie allerdings auch deutlich günstigere Angebote, wie unseren Preis-Leistungs-Sieger Bitdefender, allerdings müssen Sie ggf. Abstriche in Sachen Geschwindigkeit und Bedienkomfort machen. Grundsätzlich können Sie aber auch mit den Schnäppchen erfolgreich Ihre IP Adresse verbergen und so deutlich sicherer surfen. Detaillierte Informationen zu den einzelnen Clients und wie diese bei den oben beschriebenen Punkten abschneiden, erfahren Sie auf den jeweiligen Detailseiten der VPN-Software.

Im Detail: Worauf Sie beim Vergleich von VPN-Anbietern außerdem achten sollten

Unser Test zeigt, dass viele der VPN-Anbieter gut geeignet sind, um schnell und anonym im Internet zu surfen. Um leichter zu einer Entscheidung für einen Client zu kommen, erklären wir Ihnen im Folgenden einige wichtige Eigenschaften und worauf Sie beim Vergleich achten sollten.

  1. Standorte der Server: Viele der VPN-Programme im Test haben hunderte Server in dutzenden Ländern weltweit. Doch die Menge allein macht noch keinen guten Client. Wenn es Ihnen ausschließlich darum geht, die IP-Adresse zu verbergen und Daten zu verschlüsseln und dabei auch weiterhin mit maximaler Geschwindigkeit zu surfen, sollten Sie darauf achten, dass die genutzten Server in Ihrer Nähe stehen. Wenn Sie Ländersperren (sogenanntes GEO-Blocking) umgehen möchten, achten Sie darauf, dass in dem jeweiligen Zielland möglichst viel VPN-Server stehen. Ein Beispiel macht es klarer: Wenn Sie häufig auf Inhalte aus den USA zugreifen möchten, sollte Ihr VPN-Anbieter entsprechend Server dort stehen haben.
  2. Transparenz des Anbieters: Der VPN-Client verschleiert Ihre Identität im Netz – und gleichzeitig geben Sie dem Programm gegenüber oftmals selbst viele sensible Daten preis, beispielsweise wenn Sie den Client auf Ihren verschiedenen Geräten installieren. Achten Sie deswegen unbedingt darauf, dass der Anbieter transparent kommuniziert, wie mit Ihren Daten umgegangen wird, insbesondere wo der Hauptsitz des Unternehmens ist, mit denen Sie einen Nutzungsvertrag abschließen. Entsprechend dieser Daten gelten nämlich die Datenschutzrichtlinien des jeweiligen Landes – und diese sind teilweise sehr unterschiedlich. Auf der sicheren Seite sind Sie in der Regel mit Anbietern, die Ihren Geschäftssitz in Europa und Nordamerika haben – sogenannte Offshore-VPN-Anbieter sind hingegen nicht zu empfehlen, da sich hier die tatsächliche Firmenstruktur und der Umgang mit Ihren Daten kaum oder nur schwer nachvollziehen lässt.
    Gut zu wissen: In unserem großen VPN-Test finden Sie ausschließlich vertrauenswürdige VPN-Anbieter.
  3. Ihre bevorzugte Software: Viele der hier vorgestellten Clients sind kompatibel mit allen gängigen Betriebssystemen und Geräten. Überlegen Sie dennoch im Vorwege, ob und wie viele Microsoft-Computer und Android-Smartphone, Mac Books und iOS-Geräte, wie iPads oder iPhones, Sie mit dem Client anonymisieren wollen und prüfen Sie ggf. die Detailbeschreibung eines Anbieters, ob dieser alle Geräte und Systeme abdeckt. Wenn Sie Streaming-Dienste über VPN nutzen möchten, sollten Sie auch hier genau hinschauen, ob Netflix, Sky und Co. unterstützt werden.

Ausführlich erklärt: Was ist VPN?

VPN ist die Abkürzung für Virtuelles Privates Netzwerk. Die hier vorgestellten Tools eröffnen quasi einen geheimen Tunnel zwischen Ihrem Windows-Computer, Android-Smartphone, iPhone oder iPad und den verschiedenen Webinhalten. Um zu verstehen, warum das überhaupt nötig ist und wie die Technik VPN genau funktioniert, erklären wir zuerst, wie surfen im Internet bzw. das Internet an sich überhaupt funktioniert:

Um eine Webseite bzw. URL aufrufen zu können, nutzt der Computer, das iPad oder jedes andere Gerät eine IP-Adresse – mit der Zahlenfolge kann das Gerät identifiziert und Daten können empfangen werden. Außerdem verbindet sich das Gerät über die Adresse mit dem jeweiligen Provider, um eine Internetverbindung herzustellen. Zusätzlich kontaktieren Sie bei der Abfrage einer URL einen Domain Name System (DNS) Server, der Ihnen die zugehörige IP-Adresse einer URL zurückgibt. Ihr Provider bzw. der Server des Providers verbindet Sie dann mit dieser IP-Adresse: die URL wird aufgerufen.

Bei einem Website-Aufruf gehen Ihre Daten bzw. Ihr IP-Adresse also durch mehrere Hände: Sowohl der DNS-Server bzw. der Anbieter dieses Servers, als auch der Betreiber der Website die Sie aufrufen kann mit Hilfe ihrer einzigartigen IP-Adresse Bewegungsprofile erstellen und verschiedene Daten über Sie speichern, die zum Beispiel zum Versenden von (unerwünschter) Werbung genutzt werden.

Wie funktioniert VPN?

Um sich anonym im Browser bewegen zu können, verschlüsselt eine VPN-Software Ihre Daten bzw. verbirgt Ihre IP-Adresse. Die Technologie baut quasi einen von außen nicht einsehbaren Tunnel zwischen zwei Endpunkten auf. Diese Endpunkte können Android-Smartphones oder iPads, smarte Fernseher und nahezu jedes andere internetfähige Gerät sein. Die tatsächliche Sicherheit hängt vom verwendeten VPN-Protokoll ab. Als sehr sicher gilt beispielsweise eine 256-Bit-Verschlüsselung, die für nahezu alle Geräte und Systeme verfügbar ist. Vor dem Versenden einer Anfrage verschlüsselt der Computer oder das iPad die Daten und sendet diese ans Ziel, also an den entsprechenden Server des Website-Betreibers. Dort werden die Daten entschlüsselt, gelesen und die Antwort wird ebenfalls wieder verschlüsselt und zurückgesendet.

Die hier vorgestellten VPN-Anbieter übernehmen dabei eine Vermittler- bzw. Stellvertreterrolle: Die VPN-Software verbindet Ihren Windows-Computer oder das iPhone mit dem jeweiligen angefragten Web-Angebot. Dabei ruft der Sever des Anbieters die Seite für Sie auf und gibt das Ergebnis an Sie weiter – die angefragten Seiten und Dienste sehen nur die IP-Adresse des VPN-Clients, nicht aber Ihre.

Anwendungsfälle und Vorteile von VPN-Verbindungen

Kritiker sagen, dass VPN-Verbindungen vor allem dafür genutzt werden illegale Machenschaften im Netz zu verschleiern – etwa die Nutzung von Tauschbörsen. Ein Vorurteil, denn richtig und legal verwendet, bietet VPN vor allem eines: anonymes und sicheres Surfen im Internet. Folgende Vorteile bei Internetnutzung bringen die VPN-Programme:

  1. Vermeidung von Filterblasen: Wer kennt es nicht: Beim Surfen im Internet tauchen auffällig häufig Links und Werbeanzeigen auf, die zu den eigenen Interessen passen oder Produkte zeigen, die man sich gerade erst bei Amazon oder auf einer anderen Shopping-Plattform angeschaut hat. Was auf der einen Seite praktisch klingt, birgt auf der anderen Seite die Gefahr, dass Sie nur stark gefilterte Inhalte sehen und es zunehmend schwierig wird, sich eine wirklich fundierte Meinung zu bilden – angefangen bei eher profanen Sachen, wie dem qualitativ hochwertigstem Staubsauger, bis hin zu politischen Geschehnissen, die auf Grund Ihres Browser-Verlaufs eventuell nur sehr einseitig beleuchtet werden. Wer das vermeiden möchte, kann mit Hilfe eines VPN-Clients die eventuelle Filterblase abschalten oder zumindest eindämmen.
  2. Wahrung der Privatsphäre: Spätestens seit der WikiLeaks-Affäre ist das Thema Datensicherheit und der Schutz der virtuellen Privatsphäre für jeden präsent. Wer hier gezielt etwas tun möchte, ist mit einer VPN-Software auf dem richtigen Weg.
  3. GEO-Blocking umgehen: Viele Shopping-Plattformen, aber auch Streaming-Anbieter, die international verfügbar sind, grenzen ihr Angebot länderspezifisch ein – so gibt es beispielsweise Serien auf Netflix, die nur in Amerika verfügbar sind oder Sie finden im Spanienurlaub bei Ihrer Online-Recherche auf Amazon andere Angebote, als zurück in Deutschland. Da die VPN-Anbieter meist Server in aller Welt haben, lässt sich mit Hilfe des Clients das sogenannte GEO-Blocking oftmals umgehen bzw. Sie simulieren mit Hilfe des Clients, dass Sie eine ausländische Website aus dem gleichen Land aufrufen. Beachten Sie dabei jedoch, dass der virtuelle Ortswechsel per VPN gesetzlich zwar nicht verboten ist, viele Unternehmen diesen in Ihren allgemeinen Geschäftsbedingungen jedoch ausschließen. Im schlimmsten Fall werden Sie dann von der Nutzung des Angebots ausgeschlossen.
  4. Sicheres Surfen im offenen WLAN: Gerade wenn Sie viel unterwegs sind surfen Sie wahrscheinlich häufiger in offenen WLANs – so wie viele andere. Und gerade das kann ein Sicherheitsproblem sein, denn Sie wissen nie, wer noch in dem Netzwerk eingeloggt ist und ob dieser nicht eventuell Ihre Daten abfischt. Um hier auf der sicheren Seite zu sein, ist auch in diesem Fall die Verwendung einer VPN-Software auf dem Handy oder iPad nützlich. Wenn Sie zu Hause einen Router mit entsprechender Funktion haben, zum Beispiel eine Fritzbox, können Sie Ihr Heimnetzwerk so konfigurieren, dass Sie von unterwegs über einen VPN-Client sicher innerhalb Ihres privaten Netzwerks surfen.

Expertenwissen: (Fast) Komplett inkognito surfen

Anonym surfen und keine virtuellen Spuren hinterlassen ist das Ziel eines VPN-Clients. Doch wenn man genau hinschaut, ist die totale Anonymität auch über VPN nicht möglich. Die Rückverfolgung und Zuordnung der Spuren zu einer Person wird zwar deutlich schwieriger – Profis können aber verschiedene Daten feststellen:

  • Beim VPN-Anbieter: Sogenannte Logfiles sind Protokolle über Zugriffe auf Websites bzw. Server. Auch wenn viele Provider behaupten, dass Sie gar keine Nutzerdaten speichern, ist die Wahrscheinlichkeit schon aus technischer Notwendigkeit heraus hoch, dass zumindest entsprechende Logfiles von VPN-Anbietern erstellt und gespeichert werden.
  • Beim Surfen bzw. im Browser: Die VPN-Software verschleiert zwar Ihre IP-Adresse, kann aber nicht verhindern, dass andere Meta-Daten beim Surfen vom Browser aufgezeichnet werden. Zum sogenannten OS- und Browser-Fingerprinting gehören beispielsweise Informationen über das verwendete Betriebssystem, also beispielsweise ob Sie mit der neuesten Windows-Version oder einem iOS-Gerät unterwegs sind, den verwendeten Browser, zum Beispiel Firefox, Opera oder Safari, und die Fenstergröße, die Hinweise darauf gibt, wie groß das verwendete Display ist. Um auch diese Spuren zu verwischen, gibt es separate Software.
  • Beim Provider: Mit Hilfe eines VPN-Programms verbergen Sie Ihre IP-Adresse. Ihr Provider erhält nur die Information, dass Sie dieses Tool nutzen, nicht aber, was genau Sie damit im Internet tun. Was toll klingt, soll für manchen Geheimdienst schon ein Signal sein, dass Sie etwas zu verbergen haben. VPN-Nutzer stehen also im Generalverdacht. Im Regelfall sollte das jedoch keine Konsequenzen für Sie haben.

Anonym surfen: Tipps für einen sicheren Browser

Ob mit oder ohne VPN-Client: Wenn Sie im Internet surfen, sind Firefox, Opera und andere Browser oftmals eine beliebte Sicherheitslücke. Doch mit wenigen Klicks können Sie – ergänzend zu der Einrichtung einer VPN-Verbindung – aus einem Standard-Browser einen sicheren Browser machen:

  1. Privater Modus: Firefox, Chrome und Co. verfügen über einen „privaten Modus“ (auch Inkognito-Fenster oder privates Surfen genannt). Aktivieren Sie diesen, speichern Firefox und Co. keine Cookies, Verlaufsdaten, Passwörter und Download-Infos – so erhalten Sie quasi einen anonymen Browser.
  2. Installieren Sie Add-Ons: Wie oben bereits erwähnt gibt es (teils kostenlose) Tools, mit denen Sie verhindern können, dass Browser-Informationen gespeichert werden (sogenanntes Browser-Fingerprinting) – damit ist die Zahl der nützlichen Sicherheits-Add-Ons allerdings noch nicht ausgeschöpft. Unterdrücken Sie gezielt das Tracking durch bzw. mit Google Analytics und anderen Tools, unterbinden Sie die Datenübertragung an Facebook oder stellen Sie Ihren sicheren Browser so ein, dass nur verschlüsselte Inhalte geladen werden. Die meisten Browser bringen von Hause aus außerdem sogenannte Werbe- bzw. Add-Blocker mit, die lästige Pop-ups unterdrücken.
  3. Warnung von Schad-Software: Neben einer funktionierenden Antiviren-Software, die Sie auf jedem internetfähigen Gerät installiert haben sollten, bringen auch viele sichere Browser Funktionen gegen Schad-Software mit. „Safe Browsing“ heißt diese Funktion zum Beispiel bei Google Chrome, die automatisch unsichere und gefährliche Websites blockiert. Außerdem gibt es sichere Browser, die auf die sogenannte Sandboxing-Technologie setzen: Der Browser funktioniert unabhängig vom übrigen System, die Installation von Schad-Software wird verhindert. Praktisch: Einige der von uns getesteten VPN-Clients sind Teil einer ganzen Sicherheits-Suite, d. h. Sie können nicht nur ein Abo für den VPN-Tunnel abschließen, sondern auch Antiviren-Software und andere Sicherheitsprogramme herunterladen und nutzen.