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Powerline: Das Internet aus der Steckdose

Powerline Communication, kurz Powerline, PowerLAN oder auch dLan, ist eine Technik, die es ermöglicht, ein Datennetzwerk über die vorhandenen Stromleitungen aufzubauen. Dies stellt eine gute Alternative zum WLAN dar. Vor allem wenn die Reichweite des WLANs nicht für alle Stockwerke im Haus ausreicht, kann der Einsatz von Powerline vorteilhaft sein. Durch den Einsatz von PowerLAN-Adaptern ist das Netzwerk an jeder Steckdose bzw. in deren Umkreis nutzbar.

Einrichtung eines Powerline-Netzwerkes

Um ein Netzwerk über das Stromnetz aufzubauen, werden mindestens zwei PowerLAN-Adapter benötigt. Der erste wird direkt an den Router angeschlossen, wodurch Internet aus der Steckdose verfügbar ist. Der zweite Adapter wird an eine beliebige Steckdose angeschlossen. Je nach Technologie beziehen Notebook oder PC dann direkt von der Steckdose Internet oder über ein Funk-Netzwerk, das auch den kabellosen Anschluss mehrerer Geräte ermöglicht. Die Geschwindigkeiten von Powerline-Netzwerken unterscheiden sich je nach verwendetem Standard. Während Fast-Ethnerhet eine Bandbreite von 100 Mbit/s ermöglicht, erreicht Homeplug AV bis zu 200 Mbit/s.
Mittlerweile sind PowerLAN-Geräte verfügbar, die Übertragungsraten von bis zu 1200 Mbit/s ermöglichen. Dieser Standard nennt sich IEEE 1901.

Vor- und Nachteile von Powerline Netzwerken

Ein wesentlicher Vorteil gegenüber dem WLAN-Netz ist eine stabile Download-Geschwindigkeit auch bei zunehmender Entfernung. Doch eine solche Verbindung bringt auch Nachteile mit sich. Die Datensicherheit beispielsweise ist bei Steckdosen-Netzwerken dieser Art nicht allzu hoch. Es kann sein, dass auf die Daten auch über eine Steckdose außerhalb der Wohnung zugegriffen werden kann. Um dies zu vermeiden, werden ähnliche Verschlüsselungsverfahren wie bei WLAN-Netzwerken verwendet. Dadurch bleibt der Zugriff auf das Stromleitungs-Netzwerk passwortgeschützt.

Des Weiteren können die hochfrequenten Signale der Adapter zu Funkstörungen führen. Dadurch können auch Elektrogeräte der Nachbaren gestört werden. Für die Datenübertragung im gesamten Stromnetz des Hauses sollte man darauf achten, dass das Leitungsnetz nicht aus getrennten Stromkreisen besteht. Ist dies jedoch der Fall muss ein Phasenkoppler durch einen Elektriker angeschlossen werden.