VPN Client: besten Anbieter aussuchen und VPN einrichten

Für mehr Sicherheit beim Surfen im Internet: Ein VPN-Client verspricht Anonymität im Netz. Welcher Anbieter diesen Job am besten macht und wie ein VPN-Tunnel überhaupt funktioniert, erfahren Sie hier.

Auf News-Seiten surfen, online shoppen oder E-Mails schreiben – längst tun wir das nicht mehr nur von Zuhause aus, sondern auch unterwegs, vom Tablet oder Smartphone, per mobile Daten oder im öffentlichen WLAN. Wer sichergehen möchte, dass dabei niemand mitliest, surft dabei über einen VPN-Tunnel. Die Software verspricht Sicherheit und Anonymität im Netz.

Was ist VPN und wie funktioniert es?

VPN ist die Abkürzung für „Virtual Private Network“ – also ein virtuelles privates Netzwerk. Wählen Sie sich dort ein, verbinden Sie sich mit einem von oftmals tausenden verfügbaren Servern innerhalb dieses Netzwerks. Der ausgewählte Server stellt stellvertretend für Sie eine Anfrage bei der gewünschten Zieladresse. Diese gibt die angefragten Daten an den VPN-Server zurück. Im letzten Schritt verschlüsselt dieser Server die Daten und übergibt sie zurück an Sie beziehungsweise Ihr Endgerät. Die Idee dabei ist, dass Ihre IP-Adresse, mit der Sie im Internet identifiziert werden können, anonym bleibt. Die Zielserver sehen nur die IP-Adresse des Servers innerhalb des VPN und antworten dieser auch. Versucht ein Außenstehender Ihre Online-Aktivitäten mitzulesen, sieht dieser nur, dass Sie mit einem VPN-Netzwerk verbunden sind. Alle weiteren Daten verschwinden quasi in einem Tunnel, der zwischen Ihnen und der Zielseite geschaffen wurde – im Sprachgebrauch ist deshalb auch der Begriff „VPN-Tunnel“ geläufig.

Wofür ist ein VPN-Tunnel nützlich?

Grundsätzlich wird Ihre IP-Adresse dafür genutzt, Sie online zu identifizieren und angefragte Websites und andere Daten an Ihren Rechner zu übermitteln. Allerdings kann die IP-Adresse auch dafür genutzt werden, ein Bewegungs- und Nutzerprofil von Ihnen anzulegen, dass zwar keine direkten Rückschlüsse auf Ihre Identität zulässt, wohl aber für personalisierte Inhalte und Werbezwecke genutzt werden kann. Um das und die sogenannte „Filterblase“ zu verhindern, kann ein VPN-Tunnel mehr als nützlich sein. Wie oben angedeutet, schützt dieser Tunnel Sie und Ihre persönlichen Daten außerdem vor neugierigen Blicken. Vor allem in öffentlichen WLANs, beispielsweise im Zug oder am Flughafen, können Sie dank einer VPN-Verbindung sicher sein, dass niemand unbefugt mitliest und Daten sammelt. Ein weitere Anwendungsfall, der den meisten bekannt sein dürfte, ist die Verbindung über VPN mit einem Firmennetzwerk. So können Sie beispielsweise von Zuhause aus auf Firmenserver, Drucker und andere Geräte zugreifen und im Home -Office fast so arbeiten, als wären Sie vor Ort im Büro. Auch für Heimnetzwerke ist das übrigens eine elegante Lösung, wenn Sie beispielsweise vom Urlaub aus auf Smart-Home-Geräte zugreifen möchten.

Was ist ein VPN Client?

Theoretisch können Sie eine VPN-Verbindung manuell auf Ihrem Windows-Computer einrichten – nötig ist das aber nicht. Sogenannte VPN-Clients sind Programme, mit denen Sie sich, einmal eingerichtet, jederzeit unkompliziert im VPN anmelden können. Dafür müssen Sie sich lediglich für einen Anbieter entscheiden, das Programm auf einem beziehungsweise allen Geräten, auf denen Sie anonym surfen möchten, installieren und sich erstmalig registrieren. Bei der Registrierung erhalten Sie Zugangsdaten, die Sie zukünftig für die Verbindung auf allen Geräten nutzen. Sowohl die Anmeldung als auch die spätere Bedienung sind unkompliziert und auch ohne technische Vorkenntnisse problemlos nachvollziehbar.

Was sind die besten VPN-Clients im Test?

Sucht man nach VPN-Clients im Netz, findet man eine fast schon unüberschaubare Auswahl. Um Ihnen die Entscheidung für einen Anbieter zu erleichtern, haben wir die in Deutschland beliebtesten kostenpflichtigen VPN-Anbieter für Sie ausführlich getestet. Neben den verwendeten Sicherheitsstandards sind vor allem der Funktionsumfang, die Surfgeschwindigkeit und die Kompatibilität mit Streaming-Plattformen Qualitätsmerkmale. Aber auch die Bezahlmöglichkeiten, der Bedienkomfort und der Preis spielen bei der Bewertung eine Rolle. Die besten drei VPN-Clients im Test sind die folgenden Anbieter:

1.Platz: NordVPN

Über 5.300 Server in rund 60 Ländern, vorbildliche Sicherheitsstandards und keine nennenswerten Geschwindigkeitseinbußen beim Surfen über den VPN-Tunnel bescheren NordVPN Bestnoten in allen relevanten Bereichen. Umfangreiche Streaming-Möglichkeiten, nützliche Zusatzfunktionen und eine einfache Einrichtung und Bedienung runden das positive Gesamtbild ab. Und selbst bei den Bezahlmethoden zeigt sich NordVPN vorbildlich: Neben den klassischen Möglichkeiten, wie Kreditkarte oder Paypal, wird sogar die anonyme Bezahlweise mit Bitcoins ermöglicht. Alle Details lesen Sie im Testbericht zu NordVPN.

2.Platz: Surfshark

Mit einem unschlagbar günstigen Abo-Preis und nur kleinen Einschränkungen bei der Streaming-Qualität auf Netflix, platziert sich der Anbieter Surfshark direkt hinter NordVPN auf Platz 2. Zwar ist die Serveranzahl mit rund 1.000 Servern in 60 Ländern deutlich kleiner als beim Testsieger, die Surfgeschwindigkeit leidet darunter aber nicht. Auch in puncto Sicherheit, Bedienkomfort und Extrafunktionen gibt es nichts zu meckern. Wer es genau wissen will, findet einen ausführlichen Bericht im Einzeltest von Surfshark.

3.Platz: ExpressVPN

Eine hohe Anzahl an Servern und Standorten, eigene DNS-Server und Zusatzfunktionen, die in Sachen Sicherheit keine Wünsche mehr offenlassen – dem drittplatzierten ExpressVPN macht beim Leistungsumfang kaum ein VPN-Anbieter etwas vor. Dazu gehören auch eine spitzen Streaming-Performance, Bestnoten in den Bereichen Peer-to-Peer und Torrent-Downloads und nützliche Extras, wie Split-Tunneling. Warum es Ende nur zu Platz Drei reicht? Der Speed bei den Downloads war im Test oftmals nur Durchschnitt, die Anmeldung am PC etwas umständlich und auch der Abo-Preis ist im Vergleich etwas hoch. Ausführliche Informationen liefert der Testbericht von ExpressVPN.

Sind kostenlose VPN-Clients eine Alternative?

Wer sich etwas mit VPN-Anbietern beschäftigt wird schnell auch auf kostenlose Dienste stoßen. Für Gelegenheitsnutzer kann das eine Alternative sein. Allerdings sollten Sie sich über einige Punkte bewusst sein: Viele kostenlose VPN-Clients limitieren nicht nur das monatliche Surfvolumen, sondern auch die Geschwindigkeit. Wer Netflix und andere Streaming-Anbieter über diese Clients nutzen möchte, wird oftmals enttäuscht, da die Anbieter die Server gezielt blockieren. Apropos Server: Diese sind bei den kostenlosen Diensten meist ebenfalls nur in begrenzter Auswahl vorhanden. Die vielleicht wichtigste Information ist jedoch, dass einige kostenlose VPN-Anbieter unter Verdacht stehen, bestimmte Informationen für Werbezwecke zu sammeln – somit bezahlen Sie die Dienste also doch, nur eben mit Ihren Daten. Schreckt Sie das nicht ab, so lohnt sich sicher der Vergleich der besten Anbieter. Allen anderen seien die kostenlosen Testphasen der kostenpflichtigen Anbieter empfohlen. Meist haben Sie 30 Tage Zeit, sich von der Qualität eines Dienstes zu überzeugen.