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von , über "DSL 16.000" von Arcor , am um 09:47 Uhr

DSL 16000 oder Märchenstunde bei der Hotline

Arcor bietet zuverlässige und stabile Technik. Ich habe schon seit Jahren bei Arcor Telefon und Internet, und nur einmal ist das Internet für drei Stunden ausgefallen. ARcor hat schon mehrere Kunden durch meine Empfehlung gewonnen. Aber wehe, man kommt auf die Idee, sich einen 16000er Anschluss zu leisten, der laut Verfügbarkeitscheck schnell möglich ist. Meine Erfahrungen damit:

1. Ich wurde nicht darauf hingewiesen, dass 16000er Anschlüsse mit ADSL2+ ein anderes Modem brauchen. Mit dem alten war der Speed auf ca. 7000 kbit/s begrenzt.
2. Es brauchte vier Anrufe über 3 Wochen bei der (fast möchte ich sagen: Märchen-)Hotline von Arcor, bis ich das von mir selbst recherchierte passende Modem zur Verfügung gestellt bekam. Mal war es - man konnte es sich nicht erklären - nicht in Auftrag gegeben, mal ging es an eine alte Adresse von mir, an der ich - bekanntermaßen - seit Monaten nicht mehr wohne, dann wieder versprach man Rückvergütung zu viel gezahlter Entgelte für die nicht nutzbare Bandbreite. Alles Märchen, bis sich wirklich eine (wahrscheinlich noch neue) Mitarbeiterin endlich erbarmte, die Sache prüfte, mich zurückrief und das Modem wirklich schicken ließ. Was ich nicht wusste:
3. Das Speed Modem 200 ist sehr empfindlich gegenüber Dämpfungen oberhalb 10 db. Dann muss es sich immer wieder neu synchronisieren mit entsprechenden Verbindungsabbrüchen. Meine Leitung hat 12 db, mit anderen Modems soll das kein Problem sein. Ich kam aber nicht mehr dazu, das auszuprobieren, denn Arcor "löste" das Problem so:
4. Herunterdrosseln des Anschlusses auf 6000 ohne dies mit mir abgesprochen zu haben. Kaufmännisch blieb es immer noch ein 16000er Anschluss.
5. Nachhaken bei der Hotline. Mal ist der Anschluss nicht gedrosselt, dann plötzlich doch, aber man kann angeblich nichts machen. Ein "Vorgesetzter" ging ans Telefon. Man will am nächsten Tag wieder hochschalten, damit ich ein anderes Modem ausprobieren kann, und er wird mich abends zurückrufen. Beides passiert - mittlerweile erwartungsgemäß - nicht.
6. Wiederanruf bei der Märchenhotline. Eine hilflose Mitarbeiterin, die behauptete, mein Anschluss wäre wieder auf 16000 geschaltet, da müsse wohl jemand in meiner Nähe einen weiteren Anschluss geschaltet haben. Und nach weiterem Nachhaken reichte sie an einen Vorgesetzten weiter, der aber nicht wissen wollte, wer der Vorgesetzte am Tag zuvor war. Seine Auskunft: "Tja, der Mitarbeiter gestern hat Sie wohl anglogen. Wir haben unsere Vorgaben und wir dürfen und werden Ihren Anschluss nicht hochschalten." Privat will er anders darüber denken, aber soll man ihm glauben?

Fazit:

1. Nicht davon ausgehen, dass die Hotline Probleme löst.
2. Arcor verhält sich wie eine Behörde und nicht wie ein Unternehmen. Der Kunde ist König und Arcor ist Kaiser. Man fühlt sich ungut an die Bundespost erinnert.
3. Wenn es bei DSL 16000 Probleme mit Verbindungsabbrüchen gibt, AUF KEINEN FALL reklamieren, sondern erst selbst nach Lösungen suchen. Mittlerweile bin ich auch auf entsprechende Berichte gestoßen. Am besten in einen guten Computerladen gehen und sich Tips geben lassen. Und hier nachlesen: http://www.tomshardware.com/de/adsl-2plus-modem-internet-booster,testberichte-1491.html

Endergebnis: Ich habe eine 6000er Leitung, die aber - das entspricht wiederum meinen vorherigen Erfahrungen mit Arcor - stabil und zuverlässig die zugesicherten Downstreams hergibt, mit dem Wissen und der Erfahrung, das mehr möglich wäre, wenn Arcor nur wollte. Es bleibt der schale Nachgeschmack, dass Arcor seine Hotline nicht sauber hält und dass öfters mal gelogen wird, bis sich die Balken biegen. Arcor bewirbt massiv den 16000er Anschluss (noch heute behauptet der Verfügbarkeitscheck, an meiner Adresse sei DSL 16000 möglich), betreibt aber eine rigide Politik des Herunterschraubens, wenn es Probleme gibt, ich vermute einmal, um bei gegebener Infrastruktur mehr Anschlüsse bieten zu können.

Ein Wechsel ist mir übrigens so schnell nicht möglich. Arcor brummt bei einem Umzug selbst innerhalb derselben Stadt eine Vertragsdauer von 2 Jahren auf. Angeblich soll ein Aussteigen unter Zahlung von ca. 100 Euro sofort möglich sein, nur wie findet man heraus, ob es stimmt? Bei der Hotline etwa? Oder doch lieber beim Kartenleger?
Allgemein
Geschwindigkeit
Verfügbarkeit
Kundenservice
Preis-/Leistung

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Zu diesem Bericht wurden bisher 3 Kommentare abgegeben

Kommentar von Perry-Rhodan 09.01.2008 um 10:50 Uhr
Und Brief geschrieben? Denkst du (war selber bei Arcor) das andere Hotlines besser sind die von Alice ist auch mehr als zum Kotzen siehe meinen alice bericht
Kommentar von Ivunin (Ivunin) 09.01.2008 um 13:17 Uhr
Das trift auch auf die 1&1 Hotline zu... Am besten beim ersten Problem direkt frist setzen. Nach Ablauf der Frist, Kündigung. Fragt sich nur, ob man man bessere Anbieter findet...
Kommentar von Milly (Milly) 11.01.2008 um 15:59 Uhr
aussteigen mit 100,-Eur Kündigungspauschale stimmt sogar! Habe ich auch gemacht. Die sind aber selbst in der Buchhaltung so dumm, dass ich den Betrag wieder zurückbekam.....

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