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von , über "DSL 2.000 (2048/384)" von Versatel , am um 11:42 Uhr

Service? Können Sie mir das mal buchstabieren?

Versatel entpuppte sich bei mir zum Albtraum der Erfahrung mit Telekomunikationsgesellschaften.
Nachdem ich von der Telekom zunehmend die Nase voll hatte machte ich mich mal schlau, welche Alternativen ich in Berlin habe. Erfreulicher weise wurde bei Berlikomm, der einzigen Alternative in Berlin, die Preispolitik etwas verändert so das man auch als Privatkunde ein paar atraktive Angebote serviert bekam. Also wechselte ich komplett von der Telekom weg und siehe da, alles geht pltzöich. Termine werden eingehalten, Service ist durchweg akzeptabel und selbst für das alte Mac OS 9 stellte man Einwahltreiber inkl. Lizenz zur Verfügung.
Dann brach das ganze System zusammen und Berlikomm musste sich vom Markt verabschieden. Berlikomm wurde durch Versatel übernommen und für Berlikommkunden sollte sich bis auf der Name erstmal nichts ändern. Die ersten zwei Mnate war das eigentlich auch so, ärgerlich wurde das ganze dann nur, als Versatel begann das Unternehmen großflächig zu umwerben. DSL plus Telefon + DSL Flat für rund 40 Euro im Monat, also 20 Euro weniger als bei meinem vorhandenen "Altberlikomm" Tarif. Also bei Versatel angerufen und die Info erhalten, das ein Wechseln kein Problem darstellt, allerdings dann nur mit Neuvertragsabschluss mit einer LAufzeit von 24 Monaten. Zuerst zögerte ich bei diesem Fakt und schlief ein paar Nächte darüber, entschloss mich dann aber doch fürs günstigere Angebot...
Das ganze entpuppte sich nur leider als katastrophaler Fehler. Es begann damit das die Umstellung rund 3 MOnate beanspruchte. In dieser Zeit zahlte ich selbstverständlich weiterhin meinen Berlikommtarif und ein zuerst versendeter Installations/Umstellungstermin wurde gekonnt seitens des Service ignoriert. "So ein Schreiben liegt uns leider nicht vor, tut uns leid... Vorher ist da auch nichts möglich".
Der zweite Hammer lies auch nicht lange auf sich warten. Die erste Rechnung dieses Unternehmens war mit rund 700 Euro betitelt, davon 456,48 Euro Citygespräche plus div. 0180 Nummern, eine 0190 Nummer und Auslandsgespräche. Einen Einzelverbindungsnachweis habe ich nicht bekommen, der ist bei der Umstellung verloren gegangen und musste neu beantragt werden. Das die Rechnung aber vorne und hinten nicht stimmt war mir schon anhand der angegebenen Rufnummer mehr als klar, denn eine Nummer mit 030-34 gibt es in Berlin einfach mal nicht. Mir ist eh kein Land in Deutschland bekannt, das nur zwei Nummern für eine Telefonnummer vergibt. Also wieder ein Anruf bei der 0180 Servicenummer von Versatel. Dort hatte ich dann einen sehr motivierten Mitarbeiter am Telefon der letztlich die Info rausrückte: "Wenn das da so steht, dann ist das erstmal so... Sie müssen schriftlich Wiederspruch einlegen". Das heißt also für den Kunden wieder Schreibaufwand und Zusatzkosten für Einschreiben etc. pp. Das die Nummer nicht stimmte, war dem Herrn auf der anderen Seite egal.
Die Kosten bekam ich kurze Zeit später komplett erlassen und knapp 2 Wochen später kam eine allgemeine E_Mail vom Versatelservice. Man wies darauf hin das es Probleme bei den Rechnungen gab, was ein Softwarefehler war. Man bitte dies allgemein zu entschuldigen. Dies war aber eine allgmeine Rundmail, also nichts persönliches. Auch das ich eine Gutschrift erhalte, wurde mir nicht schriftlich mitgeteilt, auch keine Entschuldigen oder ähnliches.
Aus den hohen Rechnungsposten beschloss ich natürlich nochmals meinen EVN zu beantragen. Hat auch nochmal zwei Monate in anspruch genommen bis er kam und als er dann da war, wurde ich mit einer digitalen Datei beglückt, die mit dem Suffix .evn endete. Mir war diese Endung nicht bekannt und als Macnutzer fürchtete ich schon das schlimmste, doch erneut rief ich den Support an wo man mir versicherte, das es im Downloadbereich von Versatel auch ein Tool gebe, das sich mit dem Mac verträgt. Jenes Tool fand ich nur via Google und nicht dort, wo es laut Service sein sollte und es gab auch nur eine ZIP Datei zum Download. Dennoch versuchte ich mein Glück, aber es war eben doch nur für Windows. Demnach konnte ich meine EVNs also nicht öffnen wärend die Rechnung als PDF bei mir im Postfach landete (Rechnungen können aber nur an Versatelkonten verschickt werden).
Darauf hin schrieb ich dann eine allgemeine Beschwerde an Versatel mit Bitte um Besserung, ohne Reaktion.
Es vegingen dann doch noch einige Monate und die Anfangsprobleme blieben weitestgehend aus. Den Rechnungsversand habe ich auf Post umgestellt, was mich 3 Euro im Monat zusätzlich kostete, dafür hatte ich auch entsprechende Nachweise.
Nach gut einem Jahr Versatelkunde beschloss ich dann erneut den Versuch mit dem Unternehmen in Dialog zu treten, wies auf die Macken im System hin, die Zusatzkosten für den Postversand, fehlende Macsoftware für den EVN etc. pp. Antwortfrist mit 14 Tagen und androhung der Zahlungsverweigerung. Keine Reaktion von Versatel. Man schweigt den Kunden an. Ich habe dann die Zahlungen natürlich verweigert, auch hier immer noch keine Raktion. Rund zwei Monate später kam dann ein Schreiben von Versatel, das man mir nun den Vertrag kündigt und alle Leistungen einstellt. Darüber hinaus setzt man mich in Kentniss, das ich als Versatelkunde auch in Zukunft nicht mehr in frage komme.

Nun bin ich bei Alice, darf monatlich den Vertrag beenden und alles läuft seit anbeginn tadellos. Die Reaktionszeiten sind zwar etwas mau bei Erteilungen von Tarifoptionen aber es läuft immerhin und ich bekomme alles als PDF zugesandt was mit Rechnung oder EVN zu tun hat.

Versatel ist für mich jedenfalls ein Tabuthema und ich kann allen nur davon abraten zu diesem Unternehmen zu wechseln. Lieber ggf. sogar etwas mehr zahlen. Wer um Versatel nicht rumkommt, sollte auch mal auf die Vertragslaufzeit achten, je nach Tarif dauern diese 12 bis 24 Monate. Unverschämt in der heutigen Zeit.
Allgemein
Geschwindigkeit
Verfügbarkeit
Kundenservice
Preis-/Leistung

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