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DSL-Arten

Erfahren Sie, was sie beim DSL-Speedtest beachten müssen, welches DSL dass schnellste ist und welche Faktoren ihre Internetgeschwindigkeit beeinflussen.

Inhalt:

  1. Was ist Internet über Satellit?
  2. Wie funktioniert Internet über Satellit?
  3. Welche Kosten und Nachteile hat Satelliten-Internet?
  4. Was versteht man unter VDSL?
  5. Ist VDSL bei mir verfügbar und welche möglichen Alternativen gibt es?
  6. Was ist Hybrid-DSL?
  7. Was ist der Unterschied zwischen DSL und Kabel?
  8. Was ist ADSL?

Was ist Internet über Satellit?

Für Kunden bei denen kein schnelles DSL verfügbar ist oder für solche, die kein DSL über Kabel beziehen wollen, stellt neben LTE auch das DSL über Satellit oder auch Satelliten-Internet eine gute Alternative dar. Mit dieser Technologie wird standortunabhängig ein Zugang zum Internet mit DSL-Geschwindigkeit via Satellit ermöglicht. Hierfür werden die üblichen TV-Satelliten verwendet, wie beispielsweise in Europa Astra und Eutelsat. Beim DSL über Satellit handelt es sich nur umgangssprachlich um DSL, da es ungefähr die gleichen Bandbreiten ermöglicht. Dabei haben sich zwei unterschiedliche Techniken des Satelliten-Internet etabliert.

Wie funktioniert Internet über Satellit?

Die Ein-Wege-Technik ermöglicht lediglich den Daten-Download über die Satelliten-Anlage. Für den Aufbau einer Internetverbindung ist jedoch auch ein Rückkanal notwendig. Hierfür kann beispielsweise ein herkömmlicher Telefonanschluss mit einem Modem genutzt werden. Die Upload-Geschwindigkeiten sind bei dieser Technik relativ gering, aber ausreichend für den End-Nutzer und es entstehen zusätzliche Kosten für einen ISDN-Anschluss. Eine eigenständige DSL-Alternative ist die Zwei-Wege-Technik. Mit Hilfe sendefähiger Hardware wird für den Rückkanal kein zusätzlicher Telefonanschluss benötigt, sodass keine Mehrkosten entstehen. Allerdings werden mit dieser Technik nur vergleichsweise geringe Bandbreiten erreicht. Die bi-direktionalen Tarife des Providers skyDSL ermöglichen eine maximale Download-Geschwindigkeit von bis zu 20 Mbit/s und eine Upload-Geschwindigkeit von maximal 6 Mbit /s.

Welche Kosten und Nachteile hat Satelliten-Internet?

Der Nachteil des Satelliten-Internet ist, dass die Tarifpreise deutlich höher sind als bei herkömmlichen DSL-Tarifen mit vergleichbaren Geschwindigkeiten. Der bereits erwähnte Tarif von skyDSL kostet beispielsweise 49,90 Euro im Monat, während ähnliche DSL-Tarife bereits für 19,90 Euro im Monat zur Verfügung stehen. Deshalb sollte man auf diese Alternative nur ausweichen, wenn keine DSL-Optionen oder andere Alternativen am Wohnort verfügbar sind. Zudem muss man mit Einrichtungskosten von bis zu 300 Euro für erforderliche Hardware rechnen, wenn man sich für eine Zwei-Wege-Technik von StarDSL, skyDSL oder Filiago entscheidet.

Was versteht man unter VDSL?

VDSL steht ausgeschrieben für „Very High Speed Digital Subscriber Line“ und ist eine spezielle DSL-Technik, die – dem Namen entsprechend – sehr schnelle Übertragungsgeschwindigkeiten erlaubt. Während „klassisches“ DSL (ADSL) meist Surfen mit bis zu 16 Mbit/s ermöglicht, sind mit VDSL leicht Geschwindigkeiten von 100, 250 und mehr Megabits pro Sekunde erreichbar. Die wichtigste Voraussetzung zur Erreichung der Spitzengeschwindigkeit sind vor allem die Leitungen: Die noch weit verbreiteten Kupferleitungen bremsen, Glasfaser sorgt für Highspeed, wobei wichtig ist, dass das Glasfaserkabel bis direkt zu Ihnen reicht und nicht nur bis zum zentralen letzten Verteilerpunkt.

Ist VDSL bei mir verfügbar und welche möglichen Alternativen gibt es?

Wenn Sie sich für einen VDSL-Tarif interessieren, prüfen Sie zuerst, ob dieser überhaupt an Ihrem Wohnort verfügbar ist – die Netzabdeckung mit DSL an sich beträgt in Deutschland zwar rund 97 %, VDSL ist allerdings noch lange nicht so weit verbreitet. Das liegt auch und vor allem an dem noch unzureichend ausgebauten Glasfasernetz. Eine Alternative zum schnellen VDSL ist das sogenannte Hybrid-DSL, bei dem der langsamere DSL-Anschluss mit dem mobilen LTE-Netz kombiniert wird und so ebenfalls mit bis zu 100 Mbit/s im Internet gesurft werden kann.

Was ist Hybrid-DSL?

Hybrid-DSL wird oftmals auch als Highspeed-Internet für den ländlichen Raum beschrieben. Dabei greift ein hybridfähiger Router auf die langsamere DSL-Verbindung und das super schnelle und meist gut ausgebaute LTE-Mobilfunknetz zu. Je nach dem, was der Nutzer gerade macht, verteilt der Router die Anfrage auf das entsprechende Netz: DSL für einfache Tätigkeiten, die wenig Datenaufkommen verursachen, wie beispielsweise chatten, auf News-Seiten surfen oder E-Mails schreiben. Für datenintensivere Tätigkeiten, wie Fotos versenden oder Filme online schauen, greift der Router auf LTE zu. Durch diese clevere Kombination kommen vor allem Nutzer in ländlichen Regionen in den Genuss von Surfgeschwindigkeiten von 50 – 100 Mbit/s. DSL alleine liefert vielerorts nämlich nur magere sechs Mbit/s oder weniger. LTE als alleinige Quelle bzw. in sogenannten Heimtarifen begrenzen das monatliche Datenvolumen. Erst kombiniert zum sogenannten Hybrid-DSL, das aktuell ausschließlich über das Telekom-Netz zu beziehen ist, profitieren Sie überall da, wo es kein DSL bzw. VDSL gibt von unbegrenztem schnellem Surfvergnügen.

Was ist der Unterschied zwischen DSL und Kabel?

Der größte Unterschied zwischen DSL und Kabel sind die Leitungen, über die Sie mit dem Internet verbunden sind: DSL geht über die Telefonleitung, Kabel über das TV-Kabel. In beiden Fällen können Sie telefonieren, fernsehen und surfen über einen Anschluss – dabei handelt es sich um sogenannte Triple-Play-Angebote. Bei Internet über Kabel gibt es auch reine Internetanschlüsse ohne festen Telefonanschluss, bei DSL-Tarifen ist diese Konstellation quasi nicht vorgesehen.
Außerdem ist eine Internetverbindung über das TV-Kabel das schnellste in Deutschland verfügbare Internet: Geschwindigkeiten von bis zu 500 Mbit/s, in Einzelfällen sogar schon von einem Gbit/s sind hier möglich. DSL erreicht in den Standardtarifen 16 Mbit/s, das noch schnellere VDSL über Glasfaser in der Spitze 100, 250 und ganz selten auch 500 Mbit/s. Entscheidend für die tatsächliche Geschwindigkeit ist bei DSL außerdem, wie weit Sie von der nächsten zentralen Verteilerstelle entfernt wohnen: Je weiter entfernt, desto langsamer wird Ihre Verbindung im Durchschnitt. Bei Kabel-Internet spielt die Distanz keine Rolle, wohl aber das Nutzeraufkommen: Surfen viele Personen gleichzeitig, kann es zu Schwankungen in der Bandbreite kommen.
In Sachen Verfügbarkeit zeigen sich ebenfalls Unterschiede: Während DSL in 97 % aller deutschen Haushalte empfangen werden kann, ist Internet über das TV-Kabel nur in rund 65 % Fälle verfügbar.

Was ist ADSL?

Die ADSL-Technologie ist eine DSL-Variante und steht für "Asymmetric Digital Subscriber Line". Dabei wird ebenfalls die herkömmliche Telefonleitung verwendet. Der Unterschied zum herkömmlichen DSL-Anschluss ist, dass unterschiedliche Bandbreiten für die beiden Übertragungsrichtungen zur Verfügung gestellt werden. Das heißt die Datenübertragungs-Geschwindigkeit ist „asymmetrisch“ und für den Download höher als für den Upload, da Privatkunden meistens mehr Daten empfangen als versenden. Auf diese Weise ermöglichen ADSL-Anschlüsse Download-Geschwindigkeiten von bis zu 8 Mbit/s und Upload-Geschwindigkeiten von maximal 1 Mbit/s. Mittlerweile wurde ADSL durch neuere Technologien wie ADSL 2, ADSL 2+ und VDSL abgelöst. Während ADSL 2 und ADSL 2+ Downstream-Geschwindigkeiten von 12 Mbit/s bis maximal 24 Mbit/s ermöglichen, bieten VDSL-Leitungen sogar Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s. Die Varianten ADSL 2, ADSL 2+ und VDSL sind Weiterentwicklungen von ADSL und bieten einerseits höhere Datenraten, die beispielsweise auch die Übermittlung von Fernsehen in HD-Qualität über das Internet ermöglichen, und andererseits auch eine höhere Reichweite, sodass mehr Kunden erreicht werden können. Um ADSL auch bei sich zu nutzen, braucht man ein ADSL-Modem. Bei den meisten Modems, welche vom Provider kostenlos bereitgestellt werden oder gegen eine geringe Gebühr überlassen werden, handelt es sich um ADSL-Modems. Für die sehr weit verbreiteten DSL-Tarife mit Download-Bandbreiten DSL von 2 Mbit/s, 6 MBits/s und 16 MBit/s wird ADSL als Standard-Übertragungsform genutzt.