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DSL-Alternativen

Sie wollen oder können gar kein DSL nutzen? Kein Problem, denn heutzutage gibt es zahlreiche DSL-Alternativen.

Welche DSL-Alternativen gibt es?

Wenn kein DSL-Anschluss vor Ort verfügbar ist oder er nicht unerwünscht ist, so kann man auf zahlreiche DSL-Alternativen ausweichen, die in einigen Fällen auch schneller und günstiger sein können.

Was ist Kabel-Internet?

Eine gute Option mit besserem Preis-/Leistungsverhältnis und höherer Download-Geschwindigkeit als DSL ist das Kabel-Internet. Über das TV-Kabel kann man schon für durchschnittlich 20 bis 40 Euro monatlich mit einer Bandbreite von 6 bis 200 Mbit/s im Internet surfen. Allerdings ist dafür ein modernisiertes Kabel-Netz nötig, sodass diese Variante nicht überall verfügbar ist. Trotzdem stellt das Kabel-Internet eine Alternative dar, die man, auch wenn ein DSL-Anschluss verfügbar ist, in Betracht ziehen sollte.

Was ist Glasfaser-Internet?

Eine weitere Alternative zu DSL-Leitungen, die ebenfalls deutlich höhere Surf-Geschwindigkeiten ermöglicht, ist die Glasfaser-Leitung. Technisch ermöglichen sie Geschwindigkeiten von mehreren Terrabit pro Sekunde. Doch die Geschwindigkeit hängt davon ab, wie nah die Glasfaserleitung an den Endkunden reicht. Meistens wird hier mit Kupferkabeln ausgeholfen und es sind maximale Bandbreiten von 200 Mbit/s möglich. Einige DSL-Anbieter sind gerade dabei ihr Glasfasernetz zu erweitern und nutzen dafür die FTTH-Technologie (Fibre-To-The-Home), welche Download-Geschwindigkeiten ermöglicht, die mit denen des Kabel-Internets mithalten können.
Internet über Mobilfunk als Alternative zu DSL?
Sind keine kabelgebundenen Techniken verfügbar, kann man auf Mobilfunktechnologien wie LTE oder UMTS zurückgreifen. Für die Nutzung von LTE können entweder stationäre LTE-Router oder mobile LTE-Surfsticks verwendet werden. LTE ermöglicht Geschwindigkeiten von theoretisch bis zu 300 Mbit/s. Mit einer maximalen Download-Geschwindigkeit von 42 Mbit/s ist UMTS deutlich langsamer als LTE, aber auch um einiges günstiger. Die UMTS-Verbindung wird genauso wie bei LTE über einen UMTS-Router oder UMTS-Stick aufgebaut. Doch auch UMTS und LTE sind nicht flächendeckend verfügbar.

Was ist WiMAX?

WiMAX steht für Worldwide Interoperability for Microwave Access. Es handelt sich dabei um eine drahtlose Zugangstechnik zum Breitbandinternet ähnlich wie das WLAN und stellt eine Alternative bzw. eine Ergänzung zu DSL oder LTE dar. Allerdings verfügt WiMAX über deutlich größere Reichweiten als WLAN-Netzwerke, was auch eine Breitbandversorgung in ländlichen Regionen ermöglicht. Eine Basisstation bietet dabei einen Versorgungsradius von etwa zwei bis fünf Kilometern. Auch die Transferrate von bis zu 100 Mbit/s kann mit anderen Funktechnologien mithalten.

Welche technischen Daten sind bei WiMAX relevant?

Für die Datenübertragung werden Frequenzen zwischen zwei und 66 GHz verwendet. Zuerst wurde WiMAX nur als Funkübertragungssystem über kleine Hausantennen oder Sendemaste mit dem IEEE 802.16 a Standard verwendet. Inzwischen hat sich WiMAX auch zu einem mobilen Standard für die portable Anwendung entwickelt (IEEE 802.16 e). Gefördert wurde die WiMAX-Technologie hauptsächlich vom Chiphersteller Intel. Dieser hat bereits Chips für Handys und Notebooks entwickelt, welche es erlauben eine WiMAX-Verbindung herzustellen.

Was ist Satelliten-Internet?

Internet über Satellit ist eine DSL-Alternative, die überall verfügbar ist. Mit der Technologie kann unabhängig vom Standort eine Internetverbindung in DSL-Geschwindigkeit über eine Satellitenanlage aufgebaut werden. Dafür sind die Tarifpreise deutlich höher als die herkömmlicher DSL-Angebote. Zudem sind die Bandbreiten auch wesentlich geringer und erreichen eine maximale Download-Rate von 22 Mbit/s.

Was ist Powerline: Das Internet aus der Steckdose?

Eine Zeit lang galt das „Internet aus der Steckdose“ als revolutionäre Alternative zu DSL. Doch mittlerweile hat die Euphorie über Powerline abgenommen, was mit technischen Problemen und gesetzlichen Rahmenbedingungen zusammenhängt. Allerdings kann Powerline oder PowerLAN gut dort eingesetzt werden, wo das WLAN-Netz nicht durchkommt, beispielsweise bei dicken Betonwänden. Durch den Einsatz von mindestens zwei PowerLAN-Adaptern kann ein Datennetzwerk aufgebaut werden, auf welches man über jede Steckdose zugreifen kann